FC 1928 Asbach

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Das 50-jährige Vereinsjubiläum - 28.- 31.Juli 1978

 

Sehr viel hatte sich der FC Asbach für sein Jubiläumsfest vorgenommen. Unzählige Vorstandssitzungen unter der Leitung des 1. Vorsitzenden, Herrn Ludwig Schwab, gingen voraus. Es musste organisiert, geplant und korrekt terminiert werden. Natürlich stand Fußball im Vordergrund. Alle Mitglieder und Freunde des FCA mussten helfen und waren irgendwie eingespannt. Ein langes, ereignisreiches Wochenende stand bevor. Anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens wurde auch eine tolle Festzeitschrift, die alles über den FCA aussagte, herausgegeben. Die einzelnen Mannschaften und Gymnastikgruppen stellten sich vor, Geschichtliches konnte nachgelesen werden und über das Festprogramm wurde ebenfalls berichtet. Diese Broschüre kam bei der Bevölkerung gut an.

Immer wieder kamen die gleichen Fragen auf: Geht alles gut? Machen wir alles richtig? Haben wir auch die wichtigsten Personen eingeladen? Haben wir niemanden vergessen? Findet unser Fest den Zuspruch und Zulauf, den wir erhoffen? Wie wird das Wetter? Schon ab Mittwoch wurde begonnen, ein großes Festzelt auf dem Turnplatz aufzubauen. Alle Helfer waren eifrig bei der Arbeit. So konnten dann die Festgäste im Trockenen sitzen. Schön wurde das Festzelt ausgeschmückt. Die Bühne bekam der FCA von der Gemeinde Obrigheim. Auch sonst hat die Gemeinde Obrigheim, unter Herr Bürgermeister Ernst Ertl, im Rahmen ihrer Möglichkeiten uns sehr gut unterstützt. Auf dem alten Sportplatz am Hönigwald fanden die Fußballspiele statt. Der Platz war gut präpariert, sauber gemäht und die Linien korrekt markiert. So konnte der Spielbetrieb beginnen. Auch musste „da oben" für Verpflegung der Spieler und Zuschauer gesorgt werden. Auch dies war gut organisiert. Die Jugend eröffnete das Fest. Mit den Mannschaften vom FC Mosbach und TSV Schwarzach begannen die Spiele.

Erster Höhepunkt des Festes war das Festbankett am Freitagabend im Festzelt. Das Zelt war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Ehrengäste, angeführt von Bürgermeister Ernst Ertl, Rudolf Hoffmann, Fritz Meinzer (Vorsitzender des Badischen Fußballverbandes), Toni Schneider, Alt-Bürgermeister Andreas Assel nahmen ihre Plätze ein. Alle Asbacher Vereine und Chöre waren anwesend und trugen mit Lied- oder Musikstücken zum Gelingen bei. Natürlich haben auch die Festdamen nicht gefehlt. Sehr interessant war der Punkt Ehrungen. Die Spielerleistungsnadel des Badischen Fußballverbandes erhielten August Klotz III, Oswald Piron, Franz Piron und Kurt Haberacker. Die Verbandsehrennadel in Gold erhielt Günter Wittmann. Die Vereinsnadel in Gold erhielten Kurt Haberacker, Adam Hoffmann, Erwin Engelhardt, Franz Piron, Gotthard Kaiser, Erich Weber und Theodor Dafeldecker. Die Vereinsnadel in Silber erhielten Gregor Lunczer, Franz Homoki, Oswald Piron, Eduard Kaiser, Eugen Plitt, Willi Engelhardt, Hubert Dohmen, Walter Tretter, Martin Homoki, Adolf Feist, Egon Müller, Kurt Elsasser, Herbert Groß, Gerold Köhler, Kurt Müller, Beni Klotz und Rolf Hoffmann. Das Vereinsabzeichen in Bronze erhielten Ralf Kraft, Günter Joh, Heinz Kiehl, Reinhold Elsasser, Helmut Schäfer I, Karl Erhard, Otto Köhler, Ernst Perschewski, Franz Hämmerle, Bodo Lindner, Wilhelm Haag, Manfred Reinmuth und Andreas Assel. Zu FCA-Ehrenmitgliedern wurde Karl Wagner und Günter Wittmann ernannt. Eine Urkunde für besondere Verdienste um den FC Asbach erhielten Konrad Bernauer, Rudi Bernauer, Hermann Markes, Josef Piron, Nickel Fohs, Bodo Heinz Beil, Walter Tretter und Martin Homoki. So verlief das Festbankett sehr harmonisch und in Eintracht. Im Anschluss daran spielte der Musikverein Asbach zum Tanz auf. Es war sehr lustig und es ist dabei auch sehr spät geworden. Nachdem es leer geworden war, nahmen die Zeltwächter Erich Weber und Karl Pfetzer ihre Arbeit auf. Sie sammelten den Unrat auf, richteten Tische und Bänke wieder aus und sorgten dafür, dass in der Nacht nichts passierte.

Am Samstagvormittag ging das Fest mit einem Frühschoppen im Festzelt weiter. Eine lustige Tischrunde kam zustande. Es wurde gelacht, „geschwätzt" und auch gesungen. Vortrefflich schmeckte das Hähnchen oder die Heisse Wurst. Das Mittagessen zuhause fiel natürlich aus. Gemütlich und langsam machte man sich auf den Weg zum Waldsportplatz, wo die Turnierspiele begannen. Neun Mannschaften traten ab 13.20 Uhr bei sehr schönem Sommerwetter zu Turnier- und Werbespielen an. Darunter war auch Kälbertshausen, die seinerzeit noch eine Fußballmannschaft hatten. Die Spiele wurden anständig und fair geführt und von guten Schiedsrichtern geleitet. Es gab keinerlei Ausschreitungen oder Streit. Viele Zuschauer säumten den Sportplatz und erlebten einen schönen Sporttag. Im Festzelt wartete schon die Tanzkapelle „Golden String" auf die tanzlustigen Festgäste und machte gleich gut Stimmung. Es ging bis in den frühen Morgen hoch und laut her. In der FCA-Bar herrschte immer Hochbetrieb. Das Fassbier lief in Strömen, man ließ es sich gut gehen. So ging der zweite Festtag zu Ende.

Nach den einzelnen Gottesdiensten am Sonntag (es gab damals noch keine gemeinsamen Gottesdienste in Asbach) führte natürlich der Weg der Fußballfreunde wieder zum Sportplatz. Nur wenige hielten noch geschwind einen Frühschoppen im Festzelt ab. Die Turnierspiele gingen weiter. Es folgten Einlagespiele der I. Mannschaften von Obrigheim, Breitenbronn, Neunkirchen und Aglasterhausen. Gespannt waren die vielen Zuschauer auf das Hauptspiel zwischen Asbach und Epfenbach. Epfenbach war ja auch die erste Mannschaft, gegen die der FC Asbach (FV Asbach) im Gründungsjahr 1928 gespielt hatte. Asbach und Epfenbach pflegten damals im Fußball einen sehr engen Kontakt. Der FCA trat in starker Besetzung an- natürlich im traditionellem Rot/Gelben-Dress. Nach dieser Begegnung wurde noch das Endspiel der Gruppenersten ausgetragen. Turniersieger wurde Daudenzell mit einem 4:2-Sieg (nach Elf-Meter-Schießen) über Michelbach. Gegen 20 Uhr war ein sehr langer Fußballtag zu Ende. Man hat sehr schöne und faire Spiele gesehen. Es ging am Sportgelände munter zu und man traf viele Sportfreunde und Kollegen. Im Festzelt drunten im Dorf war auch noch Betrieb. Die Spieler und Zuschauer kehrten ins Festzelt ein. Dort spielte nochmals die Tanzgruppe „Golden Strings" zur Unterhaltung auf. Aber die Kondition ließ etwas nach und so wurde es an diesem Abend nicht so spät. Am nächsten Tag ging das Fest ja weiter.

Ja, weiter mit einem zünftigen Frühschoppen! Im Zelt war wieder alles sauber und schön hergerichtet. Die Bewirtung war gerichtet und gut vorbereitet. Es ist in Asbach Tradition, dass man an einem Festmontag Urlaub nimmt, um „ins Zelt" zu gehen. So war es kein Wunder, dass bereits am Vormittag das Zelt sehr gut besucht war. Die Vertreter von den Bierlieferanten und vom Weinhändler waren gekommen und gaben „Einen" aus. Schallplattenmusik der „Egerländer" war zu hören und der FCA-Vorsitzende Schwab schritt durch das Zelt und freute sich über den guten Besuch. Gegen Mittag kam die Firma Wetterauer zum „Einkehren" und blieb bis in den späten Nachmittag. Auch die Asbacher Handwerksfirmen mit ihren Mitarbeitern und die Arbeiter vom Asbacher Schotterwerk waren gekommen. Das Bier und die Heisse Wurst schmeckten vorzüglich. Am Nebentisch „prozesste" und diskutierte der „Ottl" und „s'Herrmännl" über den Sport und die Politik. Sie sagten sich gegenseitig ihre Meinung, waren aber gleich darauf wieder die besten Freunde. Die beiden standen für ihren Verein ein und halfen und unterstützten den FC Asbach wo es nur ging. Auch viele ältere Dorfbewohner sah man um diese Zeit im Festzelt: den „Raue Markus, „d'Mina" und „d'Käthel, um nur drei zu nennen. Es war die Dorfgemeinschaft, die den Verein unterstützte. Soweit es der Geldbeutel zuließ, wurde auch zweimal gegessen und getrunken. Für die Kinder gab es ein kleines Rahmenprogramm mit Belustigung und „Würstleschnappen". Für das Kinderprogramm war Bodo Lindner zuständig. So ging es im Zelt laut und lustig zu. Kaffee und Kuchen wurden bestellt und munter verzehrt. Auswärtige von den Nachbardörfern kamen auf ein Bier schnell oder länger vorbei, denn es hatte sich rumgesprochen: in Asbach beim FCA ist was los! Die zwei letzten Firmen- und AH-Spiele wollte der eine oder andere auch noch sehen und ging wieder „nuff uff de Sportplatz". Gegen 20 Uhr war dann das sportliche Geschehen beendet. Mit viel Schwung und Elan ging die Jugend in die Schlussrunde. Es wurde nochmals unter den Klängen des Musikvereines Asbach das Tanzbein geschwungen und über das Erlebte gesprochen. Die „Alten Fußballherren" und die Firmenmannschaften trugen nach ihrem Einzug ins Festzelt für die gute Stimmung bei. Um Mitternacht war dann alles vorbei. Der letzte Tanz war ausgetanzt und die Musik verstummte. Die Lichter gingen aus. Ein schönes und großes Jubiläumsfest ging zu Ende.

Aber gleich am Dienstag um 8 Uhr in der Frühe hieß es wieder antreten zum Zeltabbau. Am späten Nachmittag war der Turnplatz dann sauber. Alles war abgeräumt, aufgeräumt und abgefahren. Jetzt saßen wir Helfer in gemütlicher Runde, nach getaner Arbeit, zusammen und verzehrten die „Reste". Jeder war müde aber trotzdem zufrieden und glücklich, dass man gemeinsam alles ohne größere Probleme bewerkstelligt hat. Es ging alles gut und es ist nichts passiert. Die „FCA-Truppe" und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer hielten gut zusammen. Die vielen Mühen hatten sich gelohnt, denn überall hörte man nur Lob über das gelungene Fest und deshalb konnte und kann der FC Asbach stolz auf sein 50-jähriges Jubiläumsfest sein.

Foto 50 Jahre1
Die Jubiläumsmannschaft von 1978 stehend von links Hermann Hammel, Karlheinz Wagner, Ralf Kraft, Dietfried Bernauer, Werner Engelhardt, Hardy Schwab, Michael Brunner, Bernd Schneider, Siegfried Zierlinger, Rainer Schäfer, Rainer Engelhardt, Stefan Müller, Bodo Heinz Beil; vordere Reihe von links Nico Josciz, Helmut Köhler, Rainer Fohs, Dieter Elsasser, Roland Tretter.

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